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Browsergames und die ‚Desperate Housewives‘

Erwachsene Frauen stellen nun, laut einer Studie der Entertainment Software Association, die größte demographische Gruppe an Computerspielern.

Als Dame der Schöpfung, passionierte PC-Spielerin und eSports-Fan, gehöre ich selbst zu besagter Gruppe und konnte es kaum glauben. Die meisten Spiele die ich spiele, scheinen schließlich von männlichen Teenagern dominiert zu sein. Als ich weiterlas, dämmerte es mir allerdings langsam: Der größte Teil dieser Frauen scheint Mobile- und Browsergames zu spielen.

Sofort nachdem ich den Artikel zu Ende gelesen hatte, formte sich vor meinem inneren Auge ein stereotypisches Bild  für diese Nutzergruppe: Hausfrauen, die vor einem Laptop sitzen und Farmville oder Wimmelbild-Spiele spielen, um sich die Zeit zu vertreiben. Wenn man die Studie oben in Betracht zieht, scheint das nicht allzu unrealistisch zu sein.

Ich kann es sogar sehr gut nachvollziehen: Um ein Browsergame zu spielen, muss man keinen langwierigen Installationsprozess durchlaufen, es muss nicht gepatcht werden und normalerweise sind sie auch absolut kostenlos (abgesehen von Microtransaktionen – aber das tut hier nicht zur Sache). Alles was man braucht ist einen Browser – und das Adobe Flash Plugin, damit das Spiel funktioniert. Und da fängt die Misere an.

Was ist mit Flash nicht in Ordnung?

Flash ist ein Programm, das nicht für ein hohes Maß an Sicherheit bekannt ist. Eigentlich ist sogar das Gegenteil der Fall. Allein in der ersten Hälfte dieses Jahres wurden bereits 205 Sicherheitslücken in der Adobes Flash-Software gefunden! Wenn man bedenkt, dass die meisten populären Facebook-Browsergames Flash benötigen um zu funktionieren, dürfte die Benutzergruppe der weiblichen Gelegenheitsspieler besonders durch Cyberkriminelle gefährdet sein, die die Sicherheitslücken des Plugins ausnutzen. Das folgende Szenario ist für sie gar nicht mal so unrealistisch:

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Sie mögen sich nun vielleicht denken, dass Sie (und alle Hausfrauen da draußen) sicher sind, wenn Sie  Adobe Flash ganz einfach aktualisieren. Und Sie haben natürlich Recht. Leider scheint es, als ob das Aktualisieren ein Problem darstellt. Laut Adobe „aktualisieren mehr als 400 Millionen verbundene Desktops innerhalb von sechs Wochen nach dem Release auf die aktuelle Flash-Version.“  Wie viele weibliche Gelegenheitsspieler sich wohl in dieser Gruppe befinden? Und was können Cyberkriminelle in diesen sechs Wochen alles anstellen? Es ist ein ziemlich großes Zeitfenster, wenn es um ihre Sicherheit geht.

Doch die besagten sechs Wochen sind nicht das einzige Problem: Die vier Stufen, die in den meisten Fällen überhaupt erst zum Patch selbst führen, kosten bereits wertvolle Zeit:

  1. Zero-Day (oder 0-Day) Exploits – Cyberkriminelle finden eine Sicherheitslücke und beginnen diese auszunutzen
  2. Gefunden – Sicherheitsfirmen entdecken die Lücke und informieren Adobe
  3. Patch – Adobe korrigiert den Fehler und veröffentlicht einen Patch
  4. Installation – Hausfrauen (und alle anderen Anwender) laden den Patch herunter und installieren ihn

Browserspiele spielen ohne sich Sorgen über Flash machen zu müssen

Abgesehen davon, Flash zu deinstallieren oder gänzlich zu HTML5-Spielen zu wechseln – was für Fans von Browsergames kein Option darstellt – ist die einzige Möglichkeit sich keine Blöße zu geben, die Flash-Updates so schnell wie möglich zu installieren. Das kann stressig sein, muss es aber nicht: Ein einfacher Weg dies zu bewerkstelligen ist es, ein Programm zur automatischen Aktualisierung von Software zu nutzen, wie zum Beispiel den Avira Software Updater. Dieser macht den Prozess so einfach und unauffällig wie möglich und patcht das Programm, ohne dass Sie sich beim Browsergames-Spielen jemals Gedanken darüber machen müssen.

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PR & Social Media Manager @ Avira |Gamer. Geek. Tech addict.