Is biohacking the next big thing? 32M chips employees - bio-hacking

Ist Bio-Hacking das nächste große Ding? 32M chipt Mitarbeiter

Das in den USA ansässige Unternehmen 32M (Three Square Market) ist eine Partnerschaft mit dem schwedischen Bio-Hacking-Unternehmen BioHax International eingegangen und stellt seinen Mitarbeitern Micro-Chips zur Implantation zur Verfügung. Damit gibt es nun ein weiteres Unternehmen, das seinen Mitarbeitern diese Option bietet.

Ein kurzer Rückblick zum Thema Bio-Hacking

Vor etwas mehr als zwei Jahren, implantierte sich ein Hacker einen Nahfeldkommunikations (NFC)-Chip in seine linke Hand. Durch diesen Chip war er in der Lage, Android Smartphones zu hacken und nahezu alle Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Hintergrund war, dass er die Risiken von Bio-Hacking aufzeigen wollte.

Ende 2015 implantierte sich ein weiterer Hacker einen kleinen NFC-Chip unter der Haut, der den privaten Schlüssel zur eigenen Bitcoin-Wallet beinhaltete. Damit war er mittels einfacher Handbewegungen in der Lage, Lebensmittel einzukaufen oder auch Geld zwischen zwei Bankkonten zu übertragen.

Im April berichteten wir über das Epicenter, in dem sich Mitarbeiter – wenn sie es wollen – einen NFC-Chip implantieren lassen können.


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Doch zurück zu 32M

32M ist ein Anbieter für Verkaufsautomaten in Büros und stellt diese in mehr als 20 Ländern zur Verfügung. Diese Verkaufsautomaten bieten alles, was ein kleiner Supermarkt ebenso bieten würde.  Soweit so gut: Ab dem 01. August haben nun alle Mitarbeiter die Möglichkeit, an dem neuen Programm teilzunehmen und sich einen Chip implantieren zu lassen. Das Programm ist optional, dennoch möchte das Unternehmen mindestens 50 Mitarbeiter für das Bio-Hacking gewinnen.

Wie schon bei den zuvor beschriebenen Bio-Hacking-Events werden die Chips zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger unter der Haut implantiert. Die Chips nutzen die Nahfeldkommunikations-Technologie, was übrigens die gleiche Technologie ist, die das kontaktlose Bezahlen mit der Kreditkarte und dem Smartphone ermöglichen, und auch RFID (Wikipedia-Link). Neben einigen weiteren Sachen erlauben die implantierten Chips den Mitarbeitern, kontaktlos in ihre Computer einzuloggen, für Essen und Getränke aus den Verkaufsautomaten im Office zu zahlen, Türen zu öffnen, die Kopiermaschine zu nutzen, usw. Todd Westby, CEO von 32M, hat übrigens bestätigt, dass kein GPS-Tracking der Mitarbeiter stattfinden wird.

Bereits normal – oder doch noch nicht?

Für unsere Haustiere, speziell Hunde und Katzen, ist es bereits normal, mit einem Chip herumzulaufen. Irgendwann wird diese Technologie vielleicht sogar für Menschen standardisiert und ermöglicht uns, unseren Pass, die Fahrkarte für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr oder jegliche Treuepunktesammlungs- und Bezahlmethoden zu ersetzen. Während das Sammeln bzw. das Nutzen biometrischer Informationen wie zum Beispiel von Fingerabdrücken, Iris- oder auch Gesichtserkennung bereits immer beliebter wird, werden gleichzeitig auch immer mehr Bedenken zur Sicherheit und Privatsphäre laut. Auch die NFC-Chips spielen in diese Bedenken mit hinein. Hacker könnten diese Technologie, die der großen Mehrheit der Leute einen wesentlich bequemeren Zugang zu vielen Dingen ermöglichen kann, dazu nutzen, um eben diesen Anwendern zu schaden. Ebenso gibt es Bedenken bezüglich der Privatsphäre und des Datenschutzes. Schließlich ermöglicht diese Technologie auch das Überwachen unserer Bewegungen, also wohin wir gehen bzw. fahren, wo und wann wir einkaufen und welche Interessen wir derzeit haben.

Ich bin gespannt, wann das erste deutsche Unternehmen versucht, die Möglichkeiten der NFC-Chips bei ihren Mitarbeitern anzuwenden. Würdet ihr euch so einen Chip implantieren lassen?

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