Bezahlt Ihre Firma ein Sicherheitsrisiko?

Während das Thema Sicherheit vor gar nicht allzu langer Zeit für viele Unternehmen nur ein Nachgedanke war, ist es nun etwas, was man kaum noch ignorieren kann. Das Hauptaugenmerk wird darauf gelegt, Bedrohungen fernzuhalten – nur wenige Firmen erkennen jedoch, dass die Gefahr auch von innen kommen kann. Und wir sprechen hier nicht von Malware.

Das, worum es hier wirklich geht, sind die Angestellten selbst. Es handelt sich um Leute, die dafür bezahlt werden, ein Teil der Firma zu sein. Durch so einen Job und den damit verbundenen Vertrag wird ihnen auch Vertrauen entgegengebracht. Je mehr diese Mitarbeiter sensiblen Systemen und Daten ausgesetzt sind, umso mehr vertraut man ihnen auch, damit verantwortungsbewusst umzugehen. Das geht in den meisten Fällen auch gut, schließlich haben die Angestellten lange an ihren Karrieren gearbeitet. Manchmal kann das Ganze jedoch auch nach hinten losgehen und zu einem Sicherheitsrisiko werden.

Es gibt einen Grund dafür, dass die BYOD-Richtlinie in der IT-Abteilungen jeder Firma ein „Hot Topic“ werden sollte. Angestellten zu erlauben, ihre privaten Geräte für die Arbeit zu nutzen, kann großen Schaden anrichten. Es gibt aber noch eine andere, weniger häufig diskutierte Bedrohung für Unternehmen, die man bedenken sollte.

Denken Sie doch nur einmal daran, was passieren kann, wenn ein Mitarbeiter plötzlich (oder nach und nach) unzufriedener und missmutiger wird. In bestimmten Situationen kann nun jemand der vorher absolut vertrauenswürdig war, ein Sicherheitsrisiko für die Firma darstellen.

In bestimmten Situationen kann auch jemand, der absolut vertrauenswürdig war, ein Sicherheitsrisiko für die Firma darstellen.

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Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, wie ein Angestellter mit den richtigen Zugriffsrechten anfangen kann Daten zu stehlen, vertrauliche Informationen zu veröffentlichen oder das interne Netzwerk auf eine andere Art und Weise zu infizieren. Während man auf Bedrohungen von außerhalb ein Auge hat, sie entdecken und auf sie reagieren kann, werden interne Gefahren oft erst sichtbar, wenn es bereits zu spät ist.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf wäre es gut, wenn Firmen mehr darauf achten, was intern bei ihnen passiert. Natürlich sollte man seine Angestellten nicht als Kriminelle sehen. Die Augen nach Zeichen offen zu halten, wenn es um unzufriedene und missmutige Angestellte geht, die eventuell Probleme verursachen könnten, wäre jedoch durchaus ratsam und kann schlimmeres verhindern.

Dieser Artikel ist auch verfügbar in: Englisch

Avira ist mit rund 100 Millionen Kunden und 500 Mitarbeitern ein weltweit führender Anbieter selbst entwickelter Sicherheitslösungen für den professionellen und privaten Einsatz. Das Unternehmen gehört mit mehr als 25-jähriger Erfahrung zu den Pionieren in diesem Bereich.