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Die besten Fotohandys 2017

Mit der Einführung von Mobiltelefonen, die bessere Fotos machen als je zuvor, ging 2017 ein ordentlicher Ruck durch den Smartphone-Markt. Doch welche Modelle halten wirklich, was sie versprechen?

Wer früher Fotos mit seinem Handy machen wollte, konnte an der dürftigen Bildqualität schier verzweifeln. Heute ist das zum Glück nicht mehr so. Im Gegenteil: Seit einigen Jahren gibt es schon für ein paar hundert Euro ordentliche Smartphones mit Sensoren und Objektiven zu kaufen, die durchaus mit Bridgekameras mithalten können – also mit Kameras, die etwas besser als Kompaktkameras sind, aber aus verschiedenen technischen Gründen nicht ganz an Spiegelreflexkameras heranreichen.

In den letzten Monaten sorgte ein DxO-Ranking der besten Fotohandys für Furore. DxO hat in seinem Ranking die Fotoqualität von Kameras und Smartphones der gehobenen Klasse anhand verschiedener Kriterien untersucht. Für jedes Kriterium wurden nach dem DxOMark-Bewertungssystem Punkte vergeben. Daraus ergab sich dann für die Gesamtwertung ein Durchschnitt. Von allen Premiumgeräten auf dem Markt hat derzeit das Google Pixel 2 die Nase vorn, gefolgt vom iPhone X und dem Huawei Mate 10 Pro. Wir erklären, wieso.

Im DxOMark-Test wurden Smartphones auf verschiedene Eigenschaften untersucht. Dabei spielten nicht nur physische Komponenten (Sensoren, Objektive) eine Rolle, sondern auch die Leistung in Abhängigkeit von Faktoren wie Lichtmenge oder Sichtweite. Auch Personen oder Gegenstände im Vorder- und Hintergrund wurden berücksichtigt.

Ein Großteil der Analyse zielt auf die Softwareoptimierung ab. Genau deswegen verdient auch ein Smartphone wie das Pixel 2 den ersten Platz: Es hat zwar keine zwei Kameras wie die Konkurrenz, zeichnet sich aber durch einen speziellen Aufnahmealgorithmus aus, der hervorragende Rendering-Eigenschaften und eine exzellente Bildrekonstruktion ermöglicht.

Pixel 2

Das Google Pixel 2 erreicht den Experten von DxO zufolge einen Wert von 99, der sich aus dem Durchschnitt von Belichtung, Kontrast, Farbgebung, Autofokus, Blitz, Zoom, Bokeh-Effekt, Bildrauschen und Bildtextur ergibt. Damit ist es das beste Smartphone für Fotos. Die Videofunktion wird mit einem Wert von 96 etwas schlechter bewertet als die Fotofunktion, doch nimmt das Gerät damit immer noch mit deutlichem Vorsprung den Spitzenplatz ein. Die XL-Version ist online für 989 Euro erhältlich.

iPhone X

Was den fotografischen Sensor betrifft, kann Apple seinem Konkurrenten Google mit 101 Punkten den Rang ablaufen. Diese Stärke relativiert aber die schwächere Videofunktion, die nur 86 Punkte erreicht – ganze 10 weniger als das Pixel 2. Woran liegt das? Der Aufnahmesensor an der Rückseite ist der gleiche wie beim iPhone 8 Plus und somit sehr gut, aber eben nicht so herausragend wie der des Pixel 2, das in dieser Hinsicht schlicht unschlagbar ist. Wie üblich war das iPhone X innerhalb weniger Stunden nach Beginn des Vorverkaufs ausverkauft. Wer im Laden nicht fündig wird, muss auf den Onlineshop von Apple zurückgreifen, wo es ab 1.189 Euro zu haben ist.

Mate 10 Pro

Dieses professionelle Gerät kann als echter Multimedia-Allrounder gelten. Innerhalb weniger Jahre ist der chinesische Hersteller Huawei vom Branchenneuling zu einem führenden Mobilgeräteanbieter avanciert. Das Mate 10 Pro steht für diese Entwicklung Pate: Mit herausragender Hardware – der ersten neuronalen Recheneinheit (NPU) – verspricht es einen besonders intelligenten Prozessor, und die Kamera ist gleichauf mit dem neuesten Modell aus dem Hause Apple, dem iPhone X. Das Plus ist die NPU, die auch im Offlinemodus arbeitet und erkennt, was für ein Objekt sich gerade vor der Linse befindet. Dazu durchforstet die NPU dutzende Objektkategorien und wählt dann automatisch die besten Einstellungen für ein Spitzenfoto aus.

Von den drei untersuchten Modellen ist das Mate 10 Pro aus mindestens zwei Gründen das günstigste: Zum einen wurde es als Erstes präsentiert, zum anderen hat Huawei keine so glanzvolle Vorgeschichte wie Google (das die Marke Android ins Leben gerufen hat) oder Apple (dessen überragende Rolle im Hightech-Bereich wohl nicht näher erläutert werden muss). Der Preis ist dennoch kein Pappenstiel: 848 Euro. Dafür bietet es den Vorteil der Kirin 960-CPU, die mit der Zeit dazulernt und so in der Lage sein dürfte, den Informationsbedarf des Nutzers zu analysieren und nützliche Daten zu liefern – etwa die Verkehrslage werktags zu einer bestimmten Uhrzeit oder die Wettervorhersage am Wochenende. Hinzu kommt die Optimierung des Akkus, wenn das Smartphone längere Zeit nicht benutzt wird, beispielsweise nachts.

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