Azorult-Update ermöglicht Schadesoftware noch mehr Daten zu stehlen

Wenn man einen genaueren Blick auf Malware wirft fällt einem schnell auf, dass man viele Vergleiche zu normaler Software ziehen kann: sie kann alt werden und aufhören so zu funktionieren wie sie soll, Updates machen sie wirkungsvoller, und sie kann raubkopiert werden. Letzteres ist wohl Azorult passiert, einer Malware die Kreditkarteninformationen stiehlt.

Azorult ist keine neue Schadsoftware – es gibt sie bereits seit 2016. Sie ist besonders bekannt dafür, dass sie Informationen stiehlt und das Einfallstor für weitere Malware ist. Vor kurzem hat Checkpoint in einem entsprechenden Forum eine neue Version der bösartigen Software gefunden.

Wenn Sie sich nun fragen sollten warum sogar Malware immer neue Versionen bekommt und Updates benötigt, dann denken Sie nur einmal an herkömmliche Software:

  • Sobald Sicherheitslücken geschlossen wurden, muss die Malware angepasst werden um andere Einfallstore zu finden
  • Um für die Cyberkriminellen interessant zu bleiben, müssen sich die Entwickler von Schadsoftware immer neue Möglichkeiten ausdenken, wie man an Ihre Informationen und Geld kommen kann
  • Genau wie echte Software kann Malware auch gestohlen und als Raubkopie veröffentlicht werden
Quelle: CheckPoint

Gerade der letzte Punkt ist wohl untere anderem der Grund dafür, dass eine neue Version von Azorult herausgekommen ist, nämlich Version 3.3 der Malware. Laut CheckPoint gehört zu den neuen Funktionen vor allem die Möglichkeit mehr Cryptowährung zu stehlen – unter anderem BitcoinGold, electrumG, btcprivate, bitcore und Exodus Eden. Spätestens das macht die Malware für anstrebende Cybergauner wahrscheinlich interessanter als die Vorgängerversionen.

Wie auch zuvor wird die Malware über das RIG-Exploitkit verbreitet. Dieses nutzt Lücken im Internet Explorer, Flash, JavaScript und mehr aus, um die Schadsoftware auf die Geräte der Opfer zu bringen. Um sicherzustellen, dass Sie auch weiterhin vor solcher Malware geschützt sind, sollten Sie auf jeden Fall sicherstellen, dass Ihre Software immer auf dem neusten Stand ist und Sie einen guten Antivirenscanner installiert haben.

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