Adblocker: neue Erweiterung für den Avira Browserschutz

Dank einem integrierten Adblocker schützen unsere Browsererweiterungen künftig aktiv vor jeglicher Art von Online-Werbung und nicht nur vor Anzeigen, die Schadsoftware enthalten.

Wir haben uns zu dieser Änderung entschlossen, weil es immer mehr schädliche und aufdringliche Online-Werbung gibt. Hierzu haben wir die verfügbaren Adblocker und die derzeitigen und künftigen potenziellen Bedrohungen und Risiken für Anwender analysiert.

Bislang konnten wir die Benutzer gut vor Schadsoftware und Trackern schützen, indem wir schädliche Inhalte gezielt blockierten. Dass dabei auch Werbeanzeigen blockiert wurden, war eher ein Nebeneffekt. Doch die Online-Trends der letzten Zeit haben verdeutlicht, dass wir uns in Zukunft noch besser wappnen müssen.

Wir liefern den Schutzschild

Gemeinsam mit unserem Partner AdGuard stellen wir einen Adblocker und die entsprechenden Sperrlisten zur Verfügung. Das Tool ist vollständig in unsere Browsererweiterungen integriert. Als Anwender haben Sie jetzt also die Möglichkeit, nicht mehr nur freundlich darum zu bitten, dass Webseiten Ihr Surfverhalten nicht überwachen. Sie können das Tracking einfach blockieren. Das sieht dann so aus:

The nastiest ad is malware - in-post adblocker popup

Die neuen Adblocker-Funktionen sind in ABS (Avira Browserschutz) und Avira Safe Shopping integriert.

Da draußen regiert das Chaos …

Im Online-Werbegeschäft herrscht ein ungeheurer Wettbewerbsdruck, und manchen Werbeunternehmen ist ihr Cashflow wichtiger als die Sicherheit der Anwender. Und dabei geht es nicht nur um Anzeigen, die Schadsoftware enthalten. Werbeanzeigen umfassen auch Tracker, die Ihr Surfverhalten aufzeichnen.

Was die Sicherheit betrifft, sind die Seitenbetreiber im Nachteil: Sie haben wenig Kontrolle darüber, was auf den Geräten der Endbenutzer angezeigt wird. Sie haben vielleicht einfach das falsche Werbeunternehmen ausgewählt, oder sie haben sich für einen an und für sich guten Anbieter entschieden, der dann aber Werbeanzeigen einer nicht besonders vertrauenswürdigen Quelle schaltet. So platzieren verschiedenste Anbieter auf Webseiten, die ein nichts ahnender Benutzer gerade besucht, plötzlich Werbeanzeigen mit Schadsoftware und Trackern, die massiv in die Privatsphäre eingreifen.

… und es ist keine Besserung in Sicht

Obwohl Malvertising (Malware und Advertising = Schadsoftware und Werbung) immer wieder Schlagzeilen macht, hat sich an der Situation der Endnutzer bisher nichts geändert. Wir haben festgestellt, dass ein Viertel unserer diesjährigen Funde auf Werbeunternehmen zurückgeht. Zu viele Seitenbetreiber sind auf Werbeeinnahmen angewiesen und schalten verdächtige Anzeigen dubioser Anbieter. Mit unserem Adblocker bieten wir den Benutzern eine einfache, sichere Lösung für eine gefährliche Situation.

Sie haben die Kontrolle

Die neuen Adblocker-Funktionen sind standardmäßig aktiviert, doch sie können jederzeit für alle gewünschten Webseiten deaktiviert werden. Wenn eine Webseite Sie dazu zwingt, den Adblocker zu deaktivieren, dann stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Suchen Sie nach Alternativen (z.B. http://bild.de -> http://www.der-postillon.com/) oder deaktivieren Sie den Adblocker in den Einstellungen der Browsererweiterung.

The nastiest ad is malware - in-post adblocker settings

Auch nach der Deaktivierung des Adblockers schützen wir Sie weiterhin vor Schadsoftware.

So werden die Erweiterungen installiert

Wenn Sie den ABS verwenden, werden die Erweiterungen automatisch installiert. Sie sind als Standalone-Produkte in den Onlineshops von Mozilla Firefox und Google Chrome verfügbar. Außerdem stehen sie auf unserer Webseite zur Verfügung.

Wer hat sich ein Bier verdient?

Viele Leute bei Avira waren an diesem Projekt beteiligt. Doch das Bier sollte an Markus und Raphael gehen. Ich habe nur ungefähr fünf Zeilen Code geschrieben – für diese Aktion war ich wohl zu spät dran. Doch eine letzte Bemerkung noch dazu.

Weitere Informationen

Im Netzpolitik-Interview mit Thorsten Schröder können Sie mehr über schädliche Werbeanzeigen lesen. Die Plattform, gegen die bereits wegen Verdachts auf Landesverrat ermittelt wurde, bietet durchaus lesenswerte Beiträge.

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I use science to protect people. My name is Thorsten Sick and I do research projects at Avira. My last project was the ITES project where I experimented with Sandboxes, Sensors and Virtual Machines. Currently I am one of the developers of the new Avira Browser