Mobile Bedrohungen – ist Android wirklich sicher?

Ein verlockendes Ziel für Cyberkriminelle. So müssen wir der enormen Vielfalt an Bedrohungen mit der unsere Kunden über ihre Smartphones konfrontiert sind, mit hochentwickelten Lösungen begegnen, die weit über die klassische Definition von Antiviren-Software hinausgehen.

Entwicklung der mobilen Bedrohungslandschaft

Diese Entwicklung können wir bereits jetzt belegen: Unseren Daten zufolge hat sich die Anzahl der mobilen Bedrohungen allein im letzten Jahr auf 2,6 Millionen verdreifacht.

Die Anwender sehen sich beispielsweise mit PUAs („potentially unwanted applications“; deutsch: Potenziell Unerwünschte Anwendungen) konfrontiert. Weiterhin gibt es Apps, die große Mengen an persönlichen Nutzerdaten sammeln, oder solche, die Anwender mit unerwünschten Nachrichten oder Benachrichtigungen zumüllen. Wir nennen dies die „Grau-Zone“ mobiler Software. Android User sind davon ganz besonders betroffen.

Die Sicherheitsindustrie im Wandel

Trotzdem wird in der Branche derzeit heftig diskutiert, ob Sicherheitssoftware für mobile Endgeräte – wie Antivirus für Android – überhaupt notwendig ist. Anstoß der Diskussion ist das angeblich hohe Sicherheitsniveau in App Stores.

Mit dem Einsatz unserer hochkomplexen, generischen Erkennungsalgorithmen sind wir in der Lage, im Tagesdurchschnitt einige Tausend Android Apps zu identifizieren, die Adware enthalten. Und dabei sind mehrere Hundert bösartige Apps, die wir als PUA oder Malware kategorisieren, noch gar nicht mitgerechnet.

Erst kürzlich haben wir eine Auswahl von 30.000 Apps, die wir als bösartig, PUA, SPR (Security Privacy Risk) oder aggressive Adware einstufen, getestet. Davon fanden wir 13.011 Apps im Google Play Store – davon wiederum waren 233 Malware und der Rest verteilte sich auf die anderen Bedrohungs-Kategorien.

Bei Avira haben wir uns das Ziel gesetzt, unsere Anwender vor all diesen Angriffsvektoren zu schützen, egal ob auf dem PC, dem Tablet, oder dem Smartphone. Da sie ihre Geräte mehrheitlich auch am Arbeitsplatz nutzen, ist eine Trennung zwischen Privat- und beruflichem Anwender und damit eine eindeutige Zuordnung des Problems nicht länger möglich. Jeder ist betroffen.

Der Kampf gegen Bedrohungen im mobilen Umfeld wie etwa Android hat gerade erst begonnen. Er verspricht größer und komplexer zu werden, als es der Kampf im PC-Bereich jemals war.

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