Amazon Alexa: Smart assistant recorded a private conversation and sent it to a

Amazon Alexa: Smarter Assistent verschickt Gespräch – ungefragt!

Alexa! Mit diesem Schlüsselwort beginnt weltweit stets eine Unterhaltung mit dem digitalen Sprachassistenten, namens Alexa. Was bei den meisten Nutzern für Begeisterungsstürme sorgt, treibt Datenschützern regelmäßig Angstschweiß auf die Stirn. Warum? Weil das smarte Döschen von Amazon es mit dem Datenschutz nicht sooooo genau nimmt.

Was ist Alexa?

Alexa heißt der intelligente sprachgesteuerte Assistent in den Smart Speakern der Echo-Familie von Amazon. Man sagt also etwas wie „Alexa, stelle Wecker für 6 Uhr Morgens“ und das Gerät reagiert darauf und tut was man verlangt. Zumindest im Rahmen der möglichen Befehle. Damit das funktioniert, muss der Assistent immer an und im Standby-Modus sein, denn nur so kann er auf das Aktivierungswort – Alexa, Computer, Echo oder Amazon – reagieren. Und genau hier liegt für viele das Problem: Ein Gerät mit Mikrofonen, das immer an ist und einem riesigen Konzern gehört? Den Rest kann man sich denken.

Wenn alles schief geht

In Amerika ist nun genau das passiert, was man sich als Horrorszenario ausmalt: Danielle, eine Echo-Besitzerin aus den USA, unterhielt sich mit ihrem Gatten entspannt und ahnungslos über Fußböden – bis sie plötzlich einen alarmierenden Anruf eines Arbeitskollegen ihres Mannes bekam. Dieser hatte das private Gespräch nämlich aus heiterem Himmel zugeschickt bekommen und war davon ausgegangen, dass das Ehepaar gehackt worden war.

Der Amazon-Kundendienst bestätigte, dass die Unterhaltung aufgezeichnet und an den Kollegen verschickt worden sei, konnte aber zuerst nicht erklären wieso. Das klärte sich erst nach einer genaueren Untersuchung auf und ist genauso erschreckend wie kurios: Während des Gesprächs von Danielle mit ihrem Mann wurde Alexa durch ein Wort aktiviert, dass der Assistent als „Alexa“ identifizierte. In der darauffolgenden Konversation machte er zudem den Befehl „Nachricht versenden“ aus, was ihn veranlasste „An wen“ zu fragen. Irgendwie schaffte es Alexa dann auch noch einen Namen herauszuhören, der sich in der Kontaktliste befand und auf die Frage ob die Nachricht versandt werden solle, eine positive Antwort zu verstehen.

Eine Verkettung von unwahrscheinlichen Umständen

Wie wahrscheinlich ist es, dass so etwas öfter passiert? Schwer zu sagen, denn vielleicht geht damit nicht jeder an die Öffentlichkeit. Amazon hat sich zumindest entschuldigt und gab an, dass der Konzern alles tun würde, um eine Wiederholung zu verhindern. „Egal wie unwahrscheinlich eine derartige Verkettung der Umstände ist“, so Amazon, „so wollen wir doch sicher gehen, dass sie noch unwahrscheinlicher wird.“

Für Danielle und ihren Mann sind das allerdings leere Worte. Sie haben alle Echos aus ihrem Zuhause verbannt: Das Vertrauen zu dem zu smarten Gerät und dem Mutterkonzern ist für immer verloren.

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PR & Social Media Manager @ Avira |Gamer. Geek. Tech addict.