600 Millionen Viren gegen Windows

Eine verhängnisvolle Beziehung feiert Perlenhochzeit: Computer und Viren gehören nunmehr seit über 30 Jahren zusammen. Auch Windows 10 kann sich von dem ungeliebten Partner nicht trennen. Ganz im Gegenteil – der Terror wird immer schlimmer.

Die Zahl klingt schier unfassbar: Rund 770 Millionen Schädlinge* bedrohen derzeit die Sicherheit von Computern und Smartphones – und jede einzelne Minute kommen mehr als 200 neue hinzu. In den 80er hätte mit Sicherheit niemand erwartet, dass sich PC-Viren zu einem so großen Problem entwickeln könnten: Damals bastelten allenfalls Wissenschaftler an theoretischen Virenmodellen, die nie über ein Leben auf Labor-Computern hinauskamen. Im Frühjahr 1986 war dann auf einmal alles anders: Da wunderten sich Tausende PC-Nutzer über stockende Disketten-Laufwerke – das erste Virus „©Brain“ hatte sich in der freien Wildbahn verbreitet.

Das Brain-Virus schrieb das erste Kapitel in der dunklen Geschichte der Viren
Das Brain-Virus schrieb das erste Kapitel in der dunklen Geschichte der Viren. Quelle: Avinash Meetoo

Aus Spaß wird Ernst

Viren unbemerkt auf PCs zu schleusen – das war von jeher das Ziel der Schädlings-Programmierer. Geändert hat sich aber, was danach passiert. Anfangs ging’s noch um Ruhm und Schabernack. Wer sich 1991 beispielsweise den „Casino“-Virus einfing, musst mit dem Schadprogramm „Jackpot“ um den Inhalt seiner Festplatte spielen. Doch mit zunehmender Internet-Nutzung waren die spaßigen Zeiten vorbei. Viren konnten sich immer schneller verbreiten und enorme Probleme verursachen. Allein das berühmt-berüchtigte ILOVEYOU-Virus infizierte im Jahr 2000 mehr als 50 Millionen Computer und sorgte für zerstörte Dateien sowie für einen wirtschaftlichen Schaden von über 10 Milliarden US-Dollar.

Der will nur spielen: Das Casino Virus zockte mit den Opfern um ihre persönlichen Daten.
Der will nur spielen: Das Casino Virus zockte mit den Opfern um ihre persönlichen Daten.

Es geht um Ihr Geld

ILOVEYOU gab der Welt im Jahr 2000 einen ersten Vorgeschmack davon, wie Kriminelle Viren als Werkzeug einsetzten. Heute geht es ausschließlich noch um Geld. Moderne Schädlinge, wollen Anmeldedaten ausspionieren (Trojaner), PCs zu Spamschleudern umfunktionieren (Botware) oder Daten „entführen“, die der Nutzer nur gegen Lösegeld zurückbekommt (Ransomware). Neben immer ausgeklügelterer Malware spricht allein die schiere Anzahl ständig neu entwickelter Schädlinge für das ausschließlich profitorientierte Vorgehen professionell organisierter Cyber-Krimineller.

Statt eines Liebesbriefs, versteckte sich im Anhang ein fieser Wurm. Experten schätzen den verursachten Schaden durch lahmgelegte Computer auf rund 10 Milliarden US-Dollar.
Statt eines Liebesbriefs, versteckte sich im Anhang ein fieser Wurm. Experten schätzen den verursachten Schaden durch lahmgelegte Computer auf rund 10 Milliarden US-Dollar.

Hauptangriffsziel: Windows

Unter dem Motto „Die Masse macht’s“ steigt die Anzahl der in Umlauf gebrachten Schadprogramme seit 30 Jahren kontinuierlich an. Seit jeher besonders im Fokus steht dabei Windows. Aktuell dürfte es weit mehr als unglaubliche 600 Millionen Schädlinge geben, die sich allein auf das Microsoft-Betriebssystem spezialisiert haben. Damit „bevorzugen“ die meisten aller Viren, Würmer und Trojaner Windows. Warum Windows so beliebt bei Online-Kriminellen ist, liegt auf der Hand: Die Zielgruppe ist riesengroß. Die Erfolgsaussichten scheinen beim Microsoft-System also am besten zu sein.

Ein gutes Schutzprogramm ist Pflicht

Im immer hektischeren Katz-und-Maus-Spiel müssen die Schutzprogramm-Anbieter wie Avira permanent am Ball bleiben. Neu entwickelte Schädlinge gilt es möglichst vor einer massenhaften Verbreitung aufzuspüren und schon im Vorfeld abzufangen. In den letzten Jahren gelang das den Avira-Entwicklern stets herausragend. Nur ein Beispiel: In den Tests des renommierten Prüfinstituts AV-Test erhielt Avira Antivirus Pro die Auszeichnung „Top-Produkt“ mit einer bestmöglichen Erkennungsrate von 100 Prozent bei aktuellen Bedrohungen.

Die „Gefahr“ vor dem Computer

Ein gutes Virenschutzprogramm wie Avira Antivirus Pro blockt die meisten Gefahren wirkungsvoll ab. Eine weitere wichtige Sicherheitsfunktion sitzt aber VOR dem Computer – also Sie. Wenn Sie im Internet oder in E-Mails etwas anklicken, sollten Sie das stets bewusst tun. Seien Sie kritisch, das gilt vor allem für verlockende Angebote aller Art. Ein Klick an der falschen Stelle reicht schonmal aus, und schon sind Sie in die Falle getappt. Da hilft dann manchmal auch das beste Schutzprogramm nicht.

 

* Stand Mai 2018; Quelle: av-test.org