50.000 Drucker für YouTube-Werbung gehackt

YouTube ist DIE Videoplattform schlechthin. Sie ist riesig, es gibt für jeden die passenden Videos und es ist mehr oder weniger kostenlos. Für einige ersetzt sie mittlerweile sogar das klassische Fernsehen. Es sollte also niemanden überraschen, dass YouTube auch eigene Stars hervorgebracht hat – Menschen wie DanTDN, Markiplier oder PewDiePie.

Es scheint als ob der weltweit größte YouTuber, PewDiePie – ein Schwede der dank seiner Let’s Plays von PC-Spielen Berühmtheit erlangte – Gefahr läuft sein Krönchen an einen anderen Channel zu verlieren. T-Series, die Herausforderer, sind laut Kanalbeschreibung Indiens größtes Musiklabel und Filmstudio. Ein etwas rabiaterer Fan hat sich nun entschlossen sicherzustellen, dass T-Series auf dem zweiten Platz bleibt und hackte kurzerhand 50.000 Drucker um nachzuhelfen.

Drucker spuckten „Rettet PewDiePie“-Nachrichten aus

Ein Hacker namens @HackerGiraffe entschied sich dazu, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen und seinem Idol dabei zu helfen den Revierkampf für sich zu entscheiden. Um das zu bewerkstelligen schaute er nach Druckern mit veralteter Firmware, die zudem auch mit dem Internet verbunden waren und offene Ports aufwiesen.

Das hört sich jetzt alles etwas schwerer an, als es in Wirklichkeit ist – der Vorgang ist richtig einfach, wurde bereits in der Vergangenheit durchgeführt und es gibt sogar ein Toolkit (das Printer Exploitation Toolkit) das dabei hilft. Letzten Endes sendet dann ein Script private Nachrichten an Drucker die offene IPP-, LPD -und 9100-Ports haben.

Die anfälligen und angegriffenen Geräte druckten dann eine Nachricht aus, die dazu aufforderte T-Series zu de-abonnieren und statt dessen PewDiePie sein Abo zu schenken. Gekrönt wurde das ganze von einer Brofist am Ende.

Update, Update, Update

Während im obigen Fall niemand wirklich zu Schaden gekommen und nichts Schlimmes passiert ist, ist es natürlich immer noch nicht cool und dürfte den ein oder anderen Wachgerüttelt haben. Es ist immer wichtig aktuelle Software, Treiber und Firmware auf seinen Geräten zu haben. Man will Cybergaunern schließlich kein unnötiges Einfallstor bieten. Stellen Sie außerdem sicher, eventuell offene Ports zu schließen. Wenn Sie Hilfe brauchen sollten, gibt es übrigens auch verschiedene Tools, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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PR & Social Media Manager @ Avira |Gamer. Geek. Tech addict.