5 Tipps zum richtigen Ransomwareschutz

2018 lag die durchschnittliche Ransomware-Lösegeldforderung bei 1.077 US-Dollar. 10 % aller Lösegeldforderungen lagen sogar über 5.000 US-Dollar. Diese Zahlen steigen leider weiter an. Sie möchten Ihre Daten und Ihren Geldbeutel schützen? Dann lernen Sie hier, wie Sie Ransomware-Angriffe verhindern, bevor es zu spät ist.

Was ist Ransomware?

Ransomware ist eine Art von Malware. Auch wenn es verschiedene Ransomware-Typen gibt, laufen Ransomware-Angriffe meistens so ab: Die Angreifer verschlüsseln im ersten Schritt die Dateien ihres Opfers. Anschließend verlangen sie Lösegeld für das Wiederherstellen von Daten und Dateien. Meist soll in Kryptowährung gezahlt werden.

Ransomware kann über verschiedene Wege auf Ihr Gerät gelangen. Am häufigsten geschieht dies über einen Phishing-Angriff. Bei so einem Phishing-Angriff öffnet das Opfer beispielsweise eine E-Mail, die von einem vertrauenswürdigen Absender zu kommen scheint. Die E-Mail enthält einen Anhang, den das Opfer herunterlädt. Und genau mit diesem Download wird Ransomware auf dem Computer installiert. Das bedeutet, dass die Angreifer nun Zugriff auf die Dateien des Opfers haben und diese als Geisel nehmen können. Für die Freigabe der Daten verlangen Sie die Zahlung eines Lösegelds.

Bei den meisten Ransomware-Typen kommen sogenannte Social-Engineering-Tools zum Einsatz. Diese gaukeln dem Opfer einen vertrauensvollen Absender vor und bringen es so dazu, Hackern Administratorrechte zu gewähren. So können Hacker auch auf Ihre Dateien zugreifen, ohne dass Sie es merken. Aggressivere Ransomware-Formen können Sicherheitslücken ausnutzen und Geräte auch ohne besondere Zugriffsrechte angreifen. Experten gehen davon aus, dass Ransomware in Zukunft immer ausgereifter wird, da Hacker ihre Methoden genauso schnell weiterentwickeln, wie sich auch die Technik weiterentwickelt.

Was kann Ransomware anrichten?

Wie wir bereits erwähnt haben, verschlüsselt Ransomware in der Regel die Dateien der Opfer und hält sie als Geisel, bis diese das Lösegeld gezahlt haben. Dabei bleibt es aber oft nicht. Abhängig vom Ransomware-Typ kann Ransomware noch andere Dinge anrichten, sobald es auf ein Gerät zugreift. Hier haben wir einen Überblick über die verschiedenen Ransomware-Typen und ihre Vorgehensweise bei einem Angriff für Sie zusammengestellt.

  • Krypto – Krypto-Ransomware bleibt leicht unentdeckt und verbreitet sich im Netzwerk wie ein Lauffeuer. Hier verschlüsselt es Dateien und fordert dann Lösegelder. Ein gutes Beispiel für diese Ransomware-Form ist der WannaCry-Angriff im Jahr 2017.
  • Scareware – Scareware gibt sich als Antivirus aus. Diese Ransomware täuscht zunächst vor, einen Scan durchzuführen, und begrüßt Sie dann mit Pop-ups und Zahlungsforderungen oder einem gesperrten Computer.
  • Lockers – Lockers gehen noch einen Schritt weiter und verschlüsseln nicht nur Ihre Dateien, sondern sperren Sie auch komplett aus Ihrem Computer aus. Wenn Ihr Gerät infiziert ist, können Sie nicht mehr auf Software und Apps zugreifen.

Das waren nur ein paar Beispiele für Ransomware-Typen. Dadurch, dass Hacker ihre Methoden ständig weiterentwickeln, kommen auch ständig neue Ransomware-Formen hinzu. Daher sollten Sie wachsam bleiben und sich immer auf dem Laufenden halten, wie Sie Ransomware-Angriffe verhindern können.

Falls Sie einmal Opfer eines Ransomware-Angriffs werden, sollten Sie schnellstmöglich diese Schritte unternehmen. Wenn Sie Glück hatten und bisher keinen Ransomware-Angriff erlebt haben, erfahren Sie jetzt, wie Sie Ihre Dateien und Daten schützen können.

Der richtige Ransomwareschutz

Sollten Sie noch nichts unternommen haben, um sich vor Ransomware-Angriffen zu schützen, ist jetzt der beste Zeitpunkt, um damit anzufangen. Beginnen Sie mit diesen hilfreichen Sicherheitstipps.

  • Installieren Sie nur Software, der Sie vertrauen. Halten Sie alle Programme und Apps auf dem neuesten Stand. Updates enthalten oft Patches zum Schließen von Sicherheitslücken, die Hacker ausnutzen könnten.
  • Bevor Sie Lösegeld zahlen, gehen Sie alle Optionen durch. Denn dass Sie das Lösegeld zahlen, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass der Hacker Ihre Daten auch freigibt. Spielen Sie also kein Spiel, das Sie nicht gewinnen können.
  • Öffnen Sie keine Anhänge von Personen, die Sie nicht kennen. E-Mail-Angriffe sind bei Ransomware-Hackern besonders beliebt.
  • Machen Sie regelmäßige Backups, entweder auf einer externen Festplatte, in einem Cloud-Speicher oder beides. Sollten Ihre Dateien doch bei einem Angriff verschlüsselt werden, haben Sie so immer noch Zugriff auf Ihre Daten.
  • Installieren Sie Antiviren-Software auf all Ihren Geräten. Eine Option ist Avira Free Security, in der Password Manager, Antivirus und Software Updater enthalten sind. Unser Antivirus schützt vor einer Reihe verschiedener Malware-Typen, darunter auch Ransomware. Und unser Software Updater warnt Sie vor Sicherheitslücken, bevor Hacker sie ausnutzen können.

Hacker lieben Ransomware wegen ihrer höchstmöglichen Ausbeute und der minimalen Konsequenzen. Die Angriffe werden nicht weniger, sondern nehmen wahrscheinlich weiter zu und werden immer ausgeklügelter. Bis 2021 dürfte der weltweit durch Ransomware entstandene Schaden auf 20 Milliarden US-Dollar angestiegen sein.

Schutz ist der erste und wichtigste Schritt gegen Ransomware. Avira bietet Ihnen unverzichtbare Sicherheitslösungen für einen optimalen Ransomwareschutz und zeigt Ihnen, wie Sie online sicher bleiben.

 

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