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Digitale Entgiftung: 5 Tipps für ein schlankeres digitales Leben

Viele Leute beschäftigen sich mit ihrer Arbeit, obwohl sie sich nicht im Büro befinden. Mit einem Smartphone oder einem Tablet ist das sehr einfach – und obwohl sie im Urlaub, auf der Toilette oder in einem Restaurant sind, lesen viele Leute arbeitsbezogene Sachen. Das ist auf Dauer nicht gesund! Brauchen Sie auch eine digitale Entgiftung?

Digitale – was? Digitale Entgiftung. Zuerst bekommen wir die ganzen tollen Sachen wie iPhones, iPads, Facebook, Twitter und WhatsApp. Und sobald unsere Gesichter im grünblauen Licht der Displays aufleuchten, wird uns erzählt: „Hey, Zeit für Ihre digitale Entgiftung!“ Die digitale Entgiftung soll Ihnen helfen, über Ihre digitale Sucht zu elektronischen Geräten hinaus zu wachsen.

Woher kommt diese „digitale Entgiftung“?

Der aktuelle Trend, unsere Leben an eine „natürlichere“ Lebensweise anzupassen, betrifft auch unser digitales Leben. Wir lesen Ratgeber, wie man besser schläft und nutzen Bio-Kosmetika für ein natürlicheres Leben. Wir schauen wie besessen, wo unser Essen herkommt und schnappen uns die neusten IoT-Gadgets, um unsere sportlichen Aktivitäten zu optimieren. Die „digitale Entgiftungs“-Bewegung, die original aus den USA (Kalifornien, woher sonst 😉 ) stammt, ermöglicht eine organisierte Trennung von digitalen Geräten. In den letzten Jahren sind „digitale Entgiftungs-Camps“ wie Pilze aus den Boden geschossen und die Leute zahlen $600 und mehr, um sich in einem solchen Camp digital entgiften zu lassen.

Was macht in solchen „digitalen Entgiftung-Camps“?

In diesen Camps legen die Leute ihre digitalen Geräte zu Seite und es ist strengstens untersagt, sie zu nutzen. Sie nehmen an organisierten Aktivitäten, wie z.B. Yoga, Zeichen-Workshops, „Capture the flag“-Spielen oder auch an Workshops wie der „nackten Vernetzung“, teil. Bei letzterer werden 20 Leute in einem Zelt zusammengebracht, die dort die Hüllen fallen lassen und über ihre körperlichen Unzulänglichkeiten reden. Bisher waren die meisten Teilnehmer eines solchen Camps weiblich, was in dem Fall auch für Single-Männer neue Möglichkeit auftun könnte. 😛

Aber sie müssen keineswegs einen so hohen Betrag zahlen oder sich ausziehen, um sich von Ihren digitalen Abhängigkeiten zu entketten. Es gibt einfache Maßnahmen, die sie für sich selbst durchführen können. Legen Sie jedoch nicht mit allen auf einmal los, sondern versuchen Sie stattdessen, Ihre Gewohnheiten Schritt für Schritt zu anzupassen.

Hier sind 5 Tipps, wie Sie Ihre digitalen Aktivitäten entgiften und viel wichtiger noch: sich selbst

#1 – Erstellen sie zwei Listen

Zuallerst erstellen Sie zwei Listen: Die erste Liste beinhaltet all Ihre Gadgets. Allein das wird Ihnen bereits Ihre technologische Abhängigkeit aufzeigen. Die zweite Liste sollte all die Dinge enthalten, die Ihnen im Leben Spaß machen – denen Sie aktuell aber nicht nachgehen. Realisieren Sie bereits, wie Sie weitaus sinnvollere Dinge tun könnten – vom Check des letzten Tweets bzw. der Überprüfung Facebook-Streams einmal abgesehen? Falls nicht: Limitieren Sie die tägliche Nutzungszeit Ihres technischen Zeugs und Sie werden mehr Zeit in sinnvollere Dinge stecken können, die Ihnen auch noch Spaß machen. Und ja, das ist wahrscheinlich der Tipp, der für Sie am schwersten zu realisieren sein wird.

#2 – Keine E-Mails nach 19 Uhr

Das ist einfach: Lesen Sie Ihre arbeitsbezogenen E-Mails nach 19 Uhr nicht mehr (außer Sie haben Notdienst). Falls das bei Ihrem Arbeitgeber nicht funktioniert, versuchen Sie eine Uhrzeit zu vereinbaren, aber der Sie Ihre E-Mails nicht mehr lesen müssen. Auch Ihr Arbeitgeber wird an Ihrer physischen und psychischen Gesundheit interessiert sein.

#3 – Verbannen Sie mobile Geräte vom Essenstisch

Das Abendessen sollte genossen werden! Es ist ein Zeichen für das Ende Ihres Arbeitstages. Sie müssen auch an andere Sachen als an Ihre Arbeit denken und es ist die beste Zeit des Tages, um mit Ihrer Familie zu reden. Nichts stört ein gutes Gespräch mehr als der ständige Blick auf das Smartphone.

#4 – Feiern Sie Wochenenden frei von Smartphones

Schalten Sie für einen Samstag, einen Sonntag oder sogar ein ganzes Wochenende Ihre mobilen Geräte aus. Sie werden überrascht sein, wie viel Zeit Sie plötzlich für andere Dinge haben.

#5 – Im Urlaub: Verstauen Sie Ihre mobilen Geräte dem Hotelsafe an

Ihr Urlaub ist auch Ihre Freizeit. Während Sie sich im Urlaub befinden, wird die Welt nicht untergehen, wenn Sie Ihre E-Mails nicht checken. Um die Ruhe im Urlaub sicherzustellen, organisieren Sie sich im Vorfeld auf der Arbeit einen oder mehrere Stellvertreter für Ihre Aufgaben. Oft ist ein solcher Prozess vom Arbeitgeber bereits vorgegeben, was die Angelegenheit natürlich extrem vereinfacht. Mit dieser (mentalen) Vorbereitung werden Sie Ihren Urlaub weitaus mehr genießen und keine arbeitsbedingten Störungen erleben.

Das folgende Video beschwert sich über die erhöhte Nutzung von Smartphones – ironisch, dass es gerade über YouTube oft geteilt wurde. Es ist aber ein guter Abschluss für den Artikel und mag die Sichtweise des Ein- oder Anderen ändern.

 

Klingt für Sie alles total einfach? Dann versuchen Sie es doch!

Ich bin selbst ziemlich abhängig von Technologie und technologischen Geräten. Beim Schreiben dieses Artikels habe ich darüber nachgedacht, den ein oder anderen Tipp selbst mal auszuprobieren. Ich werde wohl mit etwas Einfachem starten, wie den Smartphone freien Samstag. Das könnte vielleicht auch für Sie ein guter Start sein? Sollten Sie das machen, teilen Sie gerne Ihre Erfahrungen und Ihre weiteren Schritte zur digitalen Entgiftung Ihres Lebens mit uns.

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