5 gefährliche Amazon Alexa-Funktionen

Sprachassistenten wie Amazon Alexa und Google Assistant verstehen uns immer besser, können immer mehr.  Das birgt allerdings auch Risiken. Ganz gleich, ob Sie um Ihre Privatsphäre besorgt sind, nicht wollen, dass Freunde bei Ihnen „hereinhören“ oder Ihre Kinder munter Produkte bei Amazon bestellen: Hier fünf Funktionen, die Sie aus Sicherheitsgründen besser abschalten oder zumindest entschärfen.

Funktion 1: Mithören verbieten

Smarte Lautsprecher stehen unter Generalverdacht, ihre Nutzer ständig abzuhören. Richtig ist: Alexa speichert Sprachkommandos, sendet diese an Amazon, worauf das Unternehmen diese analysiert.  Wenn Sie das nicht möchten, können Sie diese Praxis neuerdings vollständig abschalten. So dass Alexa generell keine Sprachaufzeichnung mehr speichert. Das geht so:

  • Melden Sie sich im Internet unter amazon.de mit dem Konto an, das mit Alexa verknüpft ist.
  • Bewegen Sie dann den Mauszeiger oben auf Konto und Listen und wählen dann Meine Inhalte und Geräte, sowie Datenschutzeinstellungen, Alexa-Datenschutz sowie Ihre Alexa-Daten verwalten.
  • Klicken Sie dann auf 3 Monate und wählen stattdessen Keine Aufzeichnungen speichern. Nach zwei Klick auf Bestätigen werden Sprachaufnahmen sowie mit dem Konto verknüpfte Stimmprofile gelöscht. Laut Amazon kann durch die Einstellung Alexas Fähigkeit nachlassen, Sie zu verstehen und richtig zu antworten.

Amazon Alexa: Sprachaufnahmen löschen

Funktion 2: Skills keinen Zugriff auf private Infos erlauben

Ebenfalls wichtig, um die Privatsphäre zu schützen: Überprüfen Sie, welche Skills (Amazons Bezeichnungen für Apps) Zugriff private Informationen wie Adresse und Zahlungsinformationen haben möchten. Viele dieser Berechtigungen sind zwar standardmäßig deaktiviert, trotzdem sollten Sie regelmäßig überprüfen, welche Skills im Laufe gegebenenfalls Zugriff auf private Infos haben. Und zwar so: Die entsprechenden Einstellungen finden Sie in der Alexa-App unter Mehr, Einstellungen, Alexa-Datenschutz und Skill-Berechtigungen verwalten.

Amazon Alexa: Skills verwalten

Funktion 3: Kamera abschalten

Wenn Sie einen Echo Show samt Bildschirm und Kamera nutzen, sollten Sie die Kamera abschalten, wenn Sie sie nicht benutzen.  Schließlich ist das Hacken von Notebook- und PC-Kameras eine gängige Methode, um ins Privatleben von Nutzern einzudringen und diese auszukundschaften. Das Abschalten der Kamera ist zum Glück einfach. Jedes Echo Show-Gerät verfügt über einen entsprechenden Ein/Aus-Schalter.

Funktion 4: Einkäufe per PIN absichern

Praktisch: Auf Zuruf bestellen Sie mithilfe von Alexa Artikel aller Art bei Amazon. Damit dass nicht jeder kann, sichern Sie Einkäufe am besten per PIN ab. In diesem Fall müssen Sie für die Legitimation eines Einkaufs zusätzlich zur Bestellung eine vielstelligen Zahlencode angeben. Die entsprechende Einstellung finden Sie in der Alexa-App unter Mehr, Einstellungen, Kontoeinstellungen und Spracheinkauf. Markieren Sie hier Sprachcode, tippen eine vierstellige Zahlenfolge ein und bestätigen mit Speichern.

Funktion 5: Drop In deaktivieren

Auf den ersten Blick eine praktische Funktion: „Drop In“. Damit können Sie von unterwegs kontrollieren, ob zuhause alles in Ordnung ist oder Gespräche über verschiedene Echo-Lautsprechern führen – sowohl mit anderen eigenen Echo als auch mit Echos von Freunden (nach erteilter Berechtigung). Aber: Im Gegensatz zu einem Telefonanruf muss bei Drop-Ins niemand den Anruf annehmen, die Verbindung kann allein der „Anrufer“ herstellen. Bedeutet: Haben Sie Freunden die Erlaubnis für Drop-Ins erteilt, haben diese die Möglichkeit jederzeit und unangekündigt bei Ihnen reinzuhören oder sogar reinzuschauen (Echo Show). Wenn Sie das nicht riskieren wollen, schalten Sie Drop In besser ab.

  • In der Alexa App tippen Sie unten auf Geräte und wählen das Echo-Gerät aus.
  • Tippen Sie dann auf Kommunikation, Drop In und wählen entweder Aus oder Mein Haushalt. In diesem Fall funktioniert Drop In nur mit Geräten, die mit Ihrem Amazon-Konto verknüpft sind.