380.000 Kunden betroffen: Datenpanne bei British Airways

Die in London ansässige Fluggesellschaft British Airways hat ein massives Datenleck bestätigt. Zu den genauen Details hüllt sich die größte Airline Großbritanniens aber noch in Stillschweigen. Bekannt ist lediglich, dass es Hackern gelungen ist, Kundendaten von der Internetseite ba.com zu stehlen.

In einer Erklärung gestand die Muttergesellschaft International Airlines Group, dass „persönliche und finanziellen Daten“ von Kunden betroffen seien, die zwischen dem 21. August und dem 5. September Buchungen auf der Internetseite oder in der App der Fluggesellschaft vorgenommen haben. Offenbar betrifft das rund 380.000 Transaktionen. An Reise- oder Passinformationen wären die Angreifer aber nicht gelangt. Inzwischen sei das Leck behoben und die Internetseite funktioniere wieder normal, führte das Unternehmen weiter aus.

Opfer sollen entschädigt werden

British Airways versprach zudem alle betroffenen Kunden zu kontaktieren und über den Vorfall aufzuklären. Als erste Maßnahme empfiehlt die Airline potenziellen Opfern, ihre Banken oder Kreditkartenanbieter zu kontaktieren und ihren Empfehlungen zu folgen. Kunden, die durch die Sicherheitspanne finanziellen Schaden erleiden, versprach BA entsprechende Entschädigungen.  Gemäß den neuen europäischen GDPR-Datenschutzgesetzen kann die Fluggesellschaft mit weiteren Belastungen rechnen, denn es drohen Bußgelder in Höhe von bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Große Datenlecks kein Einzelfall

Egal ob Sony, BMW, Mitfahrzentrale, Facebook oder jetzt British Airways: Nachrichten über gestohlene Kundendaten gehören inzwischen zu den News wie Terroranschläge in Nahost – nichts Außergewöhnliches. Das Gefühl, dass man persönlich nicht betroffen sei, ist dabei ein gefährlicher Trugschluss. Nur drei Beispiele: 2012 drangen Hacker in die Server des Multikonzerns Sony ein und räumten 100 Millionen Datensätze ab. 2014 erbeuteten russische Hacker unglaubliche 1,2 Milliarden Einwahl-Kombinationen für Internet-Profile. Und Anfang 2018 gelang es dem Unternehmen Cambridge Analytica, persönliche Informationen von 50 Millionen Facebook-Nutzern zu sammeln, auszuwerten und mit den gewonnenen Erkenntnissen massiven Einfluss auf die US-Wahlen genommen zu nehmen. Wie hoch die Dunkelziffer an Datenlecks ist, wagen selbst Experten nicht zu schätzen. Kurzum: Private Daten sind in Händen von Unternehmen unsicher. Die Gründe sind menschliches Versagen, Profitgier und schwache Sicherheitsvorkehrungen. Im Fall von Sony kamen zum Beispiel Schwachstellen zum Vorschein, die schon seit Jahren bekannt waren.

Cleverer Dienst warnt vor Datenmissbrauch

Tipp: Der neue Avira Identity Scanner warnt Sie, wenn Ihre Identität missbraucht wird. Dazu durchsucht der Avira Identity Scanner das sichtbare und auch das unsichtbare Internet (Dark Web) individuell nach Ihren Daten, sogar auch nach Ihren Kreditkarten und Kontoinformationen. Werden diese missbräuchlich verwendet, erhalten Sie Warnhinweise und Tipps, wie Sie gegen den Datenmissbrauch vorgehen sollten..