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20 Prozent aller großen Unternehmen setzt immer noch auf Windows 7

In sechs Monaten läuft der offizielle Support für Windows 7 aus. Wie eine neue Studie zeigt, setzen 20 Prozent der großen Unternehmen das alte Microsoft-Betriebssystem immer noch ein. Das gilt auch für viele Privatpersonen – dabei ist das Upgrade auf Windows 10 immer noch günstig bzw. gratis zu bekommen.

Insgesamt liegt die Anzahl an Windows-7-Rechnern in allen Unternehmen mit rund 43 Prozent sogar noch höher. Von diesen Anwendern wissen 17 Prozent noch nicht einmal, dass der Windows 7 Support am 14. Januar 2020 ausläuft. Von diesem Zeitpunkt an wird es keine regulären Sicherheits-Updates oder Support mehr geben.

Für die Studie wurden 200 Unternehmen in den USA und Großbritannien befragt, erfahrungsgemäß lässt sich sagen, dass die Zahlen für Deutschland ähnlich ausfallen dürften.

Upgrades sind ein langwieriger Prozess

Das größte Problem liegt daran, dass die Migration von Windows 7 auf Windows 10 in Unternehmen mit vielen tausend Arbeitsplätzen sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Bei der Umstellung von Windows XP auf Windows 7 dauerte der Vorgang bei vielen Firmen mehr als drei Jahre.

Wer bis zum Januar die Umstellung noch nicht vollständig vollzogen hat, dem bietet Microsoft zukünftig einen kostenpflichtigen Support an, der bei 10.000 Arbeitsplätzen bis zu 500.000 US-Dollar im Jahr kosten kann.

Laut Studie sind die IT-Administratoren heute besser auf das Ende des Windows-7-Supports vorbereitet als damals beim Ende von Windows XP. Allerdings bringt das aktuelle Microsoft-Betriebssystem mit seinen häufigen Service- und Funktions-Updates ganz neue Anforderungen für die IT-Abteilungen mit.

Auch Privatanwender surfen noch mit Windows-7-PCs

Auch bei Privatpersonen ist Windows 7 nach wie vor weit verbreitet. Und auch sie stehen im Januar vor dem selben Problem. Wie die aktuellen Statistiken von Netmarketshare zeigen , liegt Windows 10 bei allen Computern mit rund 45 Prozent nur wenig vor Windows 7 (35 %).

Auch Windows 8.1 und Windows XP werden von 4 Prozent bzw. 2 Prozent der Nutzer noch eingesetzt. Dabei lassen sich prinzipiell alle Rechner mit Windows 7 oder 8.1 auf Windows 10 ohne Neuinstallation upgraden. Das kostenlose Update hat Microsoft offiziell aber auslaufen lassen.

Online-Händler bieten sehr günstige Lizenzen

Momentan kostet die offizielle Windows-10-Home-Version rund 130 Euro und die Pro-Variante 250 Euro. Im freien Handel sind die Lizenzen aber teils deutlich günstiger zu haben. Auf Ebay gibt es Händler, die Aktivierungsschlüssel für weniger als 10 Euro anbieten.

Zahlreiche positive Bewertungen belegen die Funktion dieser Schlüssel, es ist aber nicht immer völlig klar, woher die Lizenzen eigentlich stammen. Microsoft liegt mit solchen Wiederverkäufern auch regelmäßig im rechtlichen Clinch.

Kostenfreies Windows-10-Update immer noch möglich

Es gibt allerdings noch eine Möglichkeit zum kostenlosen Upgrade, denn Microsoft hat das Gratis-Update nicht gänzlich beerdigt: Körperlich beeinträchtigte Anwender erhalten es immer noch. Dazu muss im „Windows 10 Update Assistent“ lediglich die Auswahl „Hilfstechnologien“ gewählt werden, eine weitere Überprüfung findet nicht statt. Wer diese Lücke nutzen möchte, findet im Netz zahlreiche Tutorials, die im Detail erklären, wie es funktioniert.