Name:Worm/SdBot.208896.6
Entdeckt am:18/11/2005
Art:Worm
In freier Wildbahn:Ja
Gemeldete Infektionen:Niedrig
Verbreitungspotenzial:Mittel
Schadenspotenzial:Mittel
Statische Datei:Ja
Dateigröße:208.896 Bytes
MD5 Prüfsumme:2AB4B169221714C52AAF14E48A8E09E3
VDF Version:6.32.00.192

 General Verbreitungsmethode:
   • Lokales Netzwerk


Aliases:
   •  Symantec: W32.Spybot.Worm
   •  Kaspersky: Backdoor.Win32.SdBot.ain
   •  TrendMicro: WORM_RBOT.CUE
   •  Sophos: W32/Sdbot-AOL
   •  Grisoft: IRC/BackDoor.SdBot.OQE
   •  Eset: IRC/SdBot
   •  Bitdefender: Win32.Worm.Mybot.IP


Betriebsysteme:
   • Windows NT
   • Windows ME
   • Windows 2000
   • Windows XP
   • Windows 2003


Auswirkungen:
   • Terminierung von Sicherheitsprogrammen
   • Erstellt eine potentiell gefährliche Datei
   • Änderung an der Registry
   • Macht sich Software Verwundbarkeit zu nutzen
   • Stiehlt Informationen
   • Ermöglicht unbefugten Zugriff auf den Computer

 Dateien Eine Kopie seiner selbst wird hier erzeugt:
   • %WINDIR%\gcxsrvc.exe



Die anfänglich ausgeführte Kopie der Malware wird gelöscht.



Es wird folgende Datei erstellt:

%SYSDIR%\drivers\rofl.sys Des weiteren wird sie ausgeführt nachdem sie vollständig erstellt wurde. Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass diese Datei auch Malware ist. Erkannt als: BDS/Aimbot.AF.5

 Registry Die folgenden Registryschlüssel werden hinzugefügt um die Service nach einem Neustart des Systems erneut zu laden.

– [HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\GCX Service]
   • "Type"=dword:00000110
   • "Start"=dword:00000002
   • "ErrorControl"=dword:00000000
   • "ImagePath"=hex(2):%WINDIR%\gcxsrvc.exe
   • "DisplayName"="GCX Service"
   • "ObjectName"="LocalSystem"
   • "FailureActions"=hex:%Hex Werte%
   • "Description"="Provides Windows Access To Use The GCX Protocol"

– [HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\GCX Service\Enum]
   • "0"="Root\\LEGACY_SVCWIN32UPDATE\\0000"
   • "Count"=dword:00000001
   • "NextInstance"=dword:00000001

– [HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\GCX Service\Security]
   • "Security"=hex:%Hex Werte%

– [HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\rofl]
   • "Type"=dword:00000001
   • "Start"=dword:00000003
   • "ErrorControl"=dword:00000001
   • "ImagePath"=hex(2):%SYSDIR%\drivers\rofl.sys
   • "DisplayName"="rofl"

– [HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\rofl\Security]
   • "Security"=hex:%Hex Werte%

– [HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\rofl\Enum]
   • "0"="Root\\LEGACY_ROFL\\0000"
   • "Count"=dword:00000001
   • "NextInstance"=dword:00000001



Der Wert des folgenden Registry keys wird gelöscht:

–  [HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Shell Extensions]
   • "MK"="%Verzeichnis in dem die Malware ausgeführt wurde%\%ausgeführte Datei%"



Folgender Registryschlüssel wird hinzugefügt:

– [HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Shell Extensions]
   • "IT"="%aktuelles Datum%, %aktuelle Zeit%"
   • "RU"=%Double-Byte-Zeichen%
   • "MK"="%Verzeichnis in dem die Malware ausgeführt wurde%\%ausgeführte Datei%"



Folgende Registryschlüssel werden geändert:

– [HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\WindowsUpdate\
   Auto Update]
   Alter Wert:
   • "AUOptions"=%Einstellungen des Benutzers%
   Neuer Wert:
   • "AUOptions"=dword:00000001

– [HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\WindowsFirewall\DomainProfile]
   Alter Wert:
   • "EnableFirewall"=%Einstellungen des Benutzers%
   Neuer Wert:
   • "EnableFirewall"=dword:00000000

– [HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\WindowsFirewall\StandardProfile]
   Alter Wert:
   • "EnableFirewall"=%Einstellungen des Benutzers%
   Neuer Wert:
   • "EnableFirewall"=dword:00000000

– [HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Security Center]
   Alter Wert:
   • "UpdatesDisableNotify"=%Einstellungen des Benutzers%
   • "AntiVirusDisableNotify"=%Einstellungen des Benutzers%
   • "FirewallDisableNotify"=%Einstellungen des Benutzers%
   • "AntiVirusOverride"=%Einstellungen des Benutzers%
   • "FirewallOverride"=%Einstellungen des Benutzers%
   Neuer Wert:
   • "UpdatesDisableNotify"=dword:00000001
   • "AntiVirusDisableNotify"=dword:00000001
   • "FirewallDisableNotify"=dword:00000001
   • "AntiVirusOverride"=dword:00000001
   • "FirewallOverride"=dword:00000001

– [HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Lsa]
   Alter Wert:
   • "restrictanonymous"=%Einstellungen des Benutzers%
   Neuer Wert:
   • "restrictanonymous"=dword:00000001

– [HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\lanmanserver\parameters]
   Alter Wert:
   • "AutoShareWks"=%Einstellungen des Benutzers%
   • "AutoShareServer"=%Einstellungen des Benutzers%
   Neuer Wert:
   • "AutoShareWks"=dword:00000000
   • "AutoShareServer"=dword:00000000

– [HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\lanmanworkstation\
   parameters]
   Alter Wert:
   • "AutoShareWks"=%Einstellungen des Benutzers%
   • "AutoShareServer"=%Einstellungen des Benutzers%
   Neuer Wert:
   • "AutoShareWks"=dword:00000000
   • "AutoShareServer"dword:00000000

– [HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\WindowsUpdate]
   Alter Wert:
   • "DoNotAllowXPSP2"=%Einstellungen des Benutzers%
   Neuer Wert:
   • "DoNotAllowXPSP2"=dword:00000001

– [HKLM\Software\Microsoft\OLE]
   Alter Wert:
   • "EnableDCOM"=%Einstellungen des Benutzers%
   Neuer Wert:
   • "EnableDCOM"="N"

– [HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control]
   Alter Wert:
   • "WaitToKillServiceTimeout"=%Einstellungen des Benutzers%
   Neuer Wert:
   • "WaitToKillServiceTimeout"="7000"

 Infektion über das Netzwerk Um die weitere Verbreitung sicherzustellen versucht sich die Malware mit anderen Computern zu verbinden. Die Einzelheiten hierzu sind im Folgenden beschrieben.

Eine Kopie seiner selbst wird in folgenden freigegebenen Netzressourcen erstellt:
   • d$\windows\system32
   • d$\winnt\system32
   • c$\windows\system32
   • c$\winnt\system32
   • Admin$\system32
   • Admin$
   • IPC$
   • C$
   • %alle freigegebenen Verzeichnisse%


Um sich Zugriff auf entfernte Computer zu verschaffen werden folgende Anmeldeinformationen genutzt:

– Eine Liste von Benutzernamen und Passwörtern:
   • admin
   • root
   • server
   • asdfgh
   • asdf
   • !@
   • $%^&
   • !@
   • $%^
   • !@
   • $%
   • !@
   • $
   • 654321
   • 123456
   • 12345
   • 1234
   • 123
   • 111
   • administrator



Exploit:
Folgende Sicherheitslücken werden ausgenutzt:
– MS02-061 (Elevation of Privilege in SQL Server Web)
– MS03-026 (Buffer Overrun in RPC Interface)
– MS03-039 (Buffer Overrun in RPCSS Service)
– MS03-049 (Buffer Overrun in the Workstation Service)
– MS04-007 (ASN.1 Vulnerability)
– MS04-011 (LSASS Vulnerability)
– MS05-039 (Vulnerability in Plug and Play)


Ablauf der Infektion:
Auf dem übernommenen Computer wird ein FTP Skript erstellt. Dieses lädt die Malware auf den entfernten Computer.


Entfernte Aktivierung:
–Es wird versucht die Malware auf dem neu infizierten Computer zu starten. Dies wird über die NetScheduleJobAdd Funktion realisiert.

 IRC Um Systeminformationen zu übermitteln und Fernsteuerung sicherzustellen wird eine Verbindung mit folgendem IRC Server hergestellt:

Server: please.syn-flood.**********
Port: 7000
Passwort des Servers: 95A55AF65B1D42616B4D6C5
Channel: #GCX
Nickname: [%Betriebssystem%|P|USA|%Nummer%]
Passwort: 5B7BB38F4BDF71513DEE624



– Dieser Schädling hat die Fähigkeit folgende Informationen zu sammeln und zu übermitteln:
    • Prozessorgeschwindigkeit
    • Aktueller Benutzer
    • Details über Treiber
    • Freier Festplattenplatz
    • Freier Hauptspeicher
    • Arbeitszeit der Malware
    • Informationen über das Netzwerk
    • Informationen über laufende Prozesse
    • Größe des Speichers


– Des Weiteren besitzt die Malware die Fähigkeit folgende Aktionen durchzuführen:
    • DDoS ICMP Angriff starten
    • DDoS SYN Angriff starten
    • DDoS UDP Angriff starten
    • Gesharte Netzlaufwerke deaktivieren
    • Datei herunterladen
    • Gesharte Netzlaufwerke aktivieren
    • Datei ausführen
    • IRC Chatraum betreten
    • Prozess abbrechen
    • Scannen des Netzwerks
    • Port Weiterleitung durchführen
    • Starte Verbreitunsroutine
    • Aktualisiert sich selbst

 Prozess Beendigung  Liste der Dienste die beendet werden:
   • Windows Firewall/ICS
   • Security Center
   • Messenger
   • Remote Registry
   • Telnet

 Hintertür Kontaktiert Server:
Einer der folgenden:
   • http://hpcgi1.nifty.com/mute/c/**********
   • http://www.age.ne.jp/x/maxwell/cgi-bin/**********
   • http://www2.dokidoki.ne.jp/tomocrus/cgi-bin/check/**********
   • http://cgi14.plala.or.jp/little_w/**********
   • http://yia.s22.xrea.com/**********
   • http://www.kinchan.net/cgi-bin/**********

Dies geschieht mittels einer HTTP GET Anfrage an ein CGI Script.

 Diebstahl Es wird versucht folgende Information zu klauen:
– Aufgezeichnete Passwörter welche von der AutoComplete Funktion verwendet werden
– Aus folgendem Registry Key gelesene Email Kontoinformation: HKCU\Software\Microsoft\Internet Account Manager\Accounts

– Passwörter folgender Programme:
   • MSN
   • Outlook Express
   • AOL Instant Messenger

 Diverses  Kontaktiert folgende Webseite um auf eine vorhandene Internetverbindung zu Überprüfen:
   • http://windowsupdate.microsoft.com


Anti Debugging
Es wird überprüft ob folgendes Programm aktiv ist:
   • SoftIce


 Rootkit Technologie Ist eine Technoloie die eine bestimmte Art von Malware beschreibt. Diese versteckt sich vor Systemprogrammen, Sicherheitsprogrammen und letztendlich dem Benutzer.


Versteckt folgendes:
– Eigener Prozess

 Datei Einzelheiten Programmiersprache:
Das Malware-Programm wurde in MS Visual C++ geschrieben.


Laufzeitpacker:
Um eine Erkennung zu erschweren und die Größe der Datei zu reduzieren wurde sie mit folgendem Laufzeitpacker gepackt:
   • UPX

Die Beschreibung wurde erstellt von Iulia Diaconescu am Donnerstag, 26. Oktober 2006
Die Beschreibung wurde geändert von Iulia Diaconescu am Montag, 6. November 2006

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