Viren-Glossar

Trojaner? Backdoors? Scareware? Hier eine Übersicht für Sie.

Adware

Als Adware wird Software bezeichnet, die dem Benutzer zusätzlich zur eigentlichen Funktionalität Werbe-Banner oder Werbe-Popups zeigt. Diese Werbeeinblendungen lassen sich in der Regel nicht abschalten und sind meist immer sichtbar. Hier erlauben die Verbindungsdaten bereits vielfältige Rückschlüsse auf das Nutzungsverhalten und sind aus Datenschutzgründen problematisch.

Backdoors

Einem Backdoor (deutsch: Hintertür) ist es möglich, unter Umgehung der Zugriffsicherung, Zugriff auf einen Computer zu erlangen. Ein versteckt laufendes Programm ermöglicht einem Angreifer meist fast uneingeschränkte Rechte. Mit Hilfe des Backdoors können persönliche Daten des Anwenders ausspioniert werden. Aber Sie werden meist dazu benutzt, weitere Computerviren oder Würmer auf dem betroffenen System zu installieren.

Bootviren

Der Boot- bzw. Masterbootsektor von Festplatten wird mit Vorliebe von Bootsektorviren infiziert. Sie überschreiben wichtige Informationen zum Systemstart. Eine der unangenehmen Folgen: das Betriebssystem kann nicht mehr geladen werden...

Bot-Net

Unter einem Bot-Net versteht man ein fernsteuerbares Netzwerk (im Internet) von PCs, welches aus untereinander kommunizierenden Bots besteht. Diese Kontrolle wird durch Viren bzw. Trojaner erreicht, die den Computer infizieren und dann auf Anweisungen warten, ohne auf dem infizierten Rechner Schaden anzurichten. Diese Netzwerke können für Spam-Verbreitung, DDoS Attacken, usw. verwendet werden, z.T. ohne dass die betroffenen PC-Nutzer etwas merken. Das Hauptpotenzial von Bot-Nets besteht darin, dass die Netzwerke Größen von tausenden Rechnern erreichen können, deren Bandbreitensumme die der meisten herkömmlichen Internetzugänge sprengt.

Dialer

Ein Dialer (zu Deutsch: Einwahlprogramm) ist ein Computerprogramm, das eine Verbindung über das analoge Telefon- oder dem digitalen ISDN-Netz zum Internet oder einem anderen Computernetz aufbaut. Betrüger verwenden Dialer, um Nutzern beim Einwählen ins Internet ohne deren Wissen hohe Gebühren für die Verbindung abzurechnen.

Distributed Denial of Service (DDoS)

Bot-Net-Drohnen können meist auch Server angreifen: Indem viele Drohnen gleichzeitig viele Anfragen an einen Server richten, legen sie ihn lahm - der Server kann reguläre Anfragen von Nutzern nicht mehr beantworten.

EICAR-Testdatei

Die EICAR-Testdatei ist ein am European Institute for Computer Antivirus Research entwickeltes Testmuster, mit dessen Hilfe die Funktionen von Antivirenprogrammen getestet werden können. Dabei handelt es sich um eine 68 Zeichen lange Textdatei mit der Dateiendung „.COM", die von allen Virenscanner als Virus erkannt werden sollte.

Exploit

Ein Exploit (Sicherheitslücke) ist ein Computerprogramm oder Script, welches spezifische Schwächen oder Fehlfunktionen eines Betriebssystems oder Programms ausnutzt. Eine Form des Exploits sind Angriffe aus dem Internet mit Hilfe von manipulierten Datenpaketen, die Schwachstellen in der Netzwerksoftware ausnutzen. Hier können Programme eingeschleust werden, mit denen ein größerer Zugriff erlangt werden kann.

Grayware

Grayware arbeitet ähnlich wie Malware, allerdings wird sie nicht mit dem Ziel verbreitet, Anwendern direkt zu schaden. Sie beeinträchtigt die grundsätzliche Systemfunktionalität nicht. Meist werden Informationen über das Nutzungsverhalten gesammelt, um diese Daten entweder zu verkaufen, oder um gezielt Werbung zu platzieren.

Hoaxes (engl.: hoax - Scherz, Schabernack, Ulk)

Seit ein paar Jahren erhalten die User im Internet und in anderen Netzen Warnungen vor Viren, die sich angeblich per Email verbreiten sollen. Diese Warnungen werden über Email mit der Aufforderung verbreitet, sie an möglichst viele Kollegen und andere Benutzer weiter zu senden, um alle vor der "Gefahr" zu warnen.

Honeypot

Ein Honeypot (Honigtopf) ist ein in einem Netzwerk installierter Dienst (Programm oder Server), welcher die Aufgabe hat, ein Netzwerk zu überwachen und Angriffe zu protokollieren. Dieser Dienst ist dem legitimen Nutzer unbekannt und wird daher niemals angesprochen. Wenn nun ein Angreifer ein Netzwerk auf Schwachstellen untersucht und dabei die von einem Honeypot angebotenen Dienste in Anspruch nimmt, wird er protokolliert und ein Alarm ausgelöst.

Keylogger

Ein Keylogger (zu Deutsch: „Tasten-Rekorder") ist eine Hard- oder Software, welche die Fähigkeit besitzt, alle Eingaben eines Anwenders mitzuprotokollieren und dadurch zu überwachen oder zu rekonstruieren. So können geheime persönliche Daten, z. B. Passwörter oder PINs, ausspioniert und über das Internet zu anderen Computer gesendet werden.

Makroviren

Makroviren sind kleine Programme, die in der Makrosprache einer Anwendung (z.B. WordBasic unter WinWord 6.0) geschrieben sind und sich normalerweise auch nur innerhalb von Dokumenten dieser Anwendung verbreiten können. Sie werden deshalb auch Dokumentviren genannt. Damit sie aktiv werden, sind sie immer darauf angewiesen, dass die entsprechende Applikation gestartet und eines der infizierten Makros ausgeführt wird. Im Unterschied zu "normalen" Viren befallen Makroviren also keine ausführbaren Dateien sondern die Dokumente der jeweiligen Wirts-Applikation.

Pharming

Pharming ist eine Manipulation der Hostdatei von Webbrowsern, um Anfragen auf gefälschte Webseiten umzuleiten. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung des klassischen Phishings. Pharming-Betrüger unterhalten eigene große Server-Farmen, auf denen gefälschte Webseiten abgelegt sind. Pharming hat sich auch als Oberbegriff für verschiedene Arten von DNS-Angriffen etabliert. Bei einer Manipulation der Host-Datei wird unter Zuhilfenahme eines Trojaners oder eines Virus eine gezielte Manipulation des Systems vorgenommen. Die Folge davon ist, dass von diesem System nur noch gefälschte Websites abrufbar sind, selbst wenn die Web-Adresse korrekt eingegeben wurde.

Phishing

Phishing bedeutet ins Deutsche übersetzt das Fischen nach persönlichen Daten des Internetnutzers. Der Phisher schickt seinem Opfer in der Regel offiziell wirkende Schreiben, wie beispielsweise Emails, die es verleiten sollen, vertrauliche Informationen, vor allem Benutzernamen und Passwörter oder PIN und TAN von Online-Banking-Zugängen, im guten Glauben dem Täter preiszugeben. Mit den gestohlenen Zugangsdaten kann der Phisher die Identität seines Opfers übernehmen und in dessen Namen Handlungen ausführen. Klar ist: Banken und Versicherungen bitten niemals um die Zusendung von Kreditkartennummern, PIN, TAN oder anderen Zugangsdaten per E-Mail, per SMS oder telefonisch.

Polymorphe Viren

Wahre Meister der Tarnung und Verkleidung sind polymorphe Viren. Sie verändern ihre eigenen Programmiercodes - und sind deshalb besonders schwer zu erkennen.

Programmviren

Ein Computervirus ist ein Programm, welches die Fähigkeit besitzt, sich nach seinem Aufruf selbsttätig an andere Programme auf irgendeine Weise anzuhängen und dadurch zu infizieren. Viren vervielfältigen sich also im Gegensatz zu logischen Bomben und Trojanern selber. Im Gegensatz zu einem Wurm benötigt der Virus immer ein fremdes Programm als Wirt, in dem er seinen virulenten Code ablegt. Im Normalfall wird aber der eigentliche Programmablauf des Wirtes selber nicht geändert.

Rootkit

Ein Rootkit ist eine Sammlung von Softwarewerkzeugen, die nach dem Einbruch in ein Computersystem installiert werden, um Logins des Eindringlings zu verbergen, Prozesse zu verstecken und Daten mitzuschneiden – generell gesagt: sich unsichtbar zu machen. Sie versuchen bereits installierte Spionageprogramme zu aktualisieren und gelöschte Spyware erneut zu installieren.

Scareware

Bei Scareware handelt es sich um Software, welche darauf ausgelegt ist, den Benutzer zu verunsichern oder zu verängstigen.Fällt das Opfer auf den Trick herein und glaubt sich bedroht, so wird ihm häufig gegen Bezahlung eine Beseitigung der nicht vorhandenen Gefahr angeboten. In anderen Fällen soll das Opfer durch den Glauben an einen erfolgreichen Angriff zu Handlungen verleitet werden, welche den tatsächlichen Angriff erst ermöglichen.

Security Privacy Risk (SPR)

Bei der Bezeichnung "SPR/" ("Security or Privacy Risk") handelt es sich um ein Programm, das möglicherweise in der Lage ist, die Sicherheit Ihres Systems zu beeinträchtigen, von Ihnen nicht gewünschte Programmaktivitäten auszulösen oder Ihre Privatsphäre zu verletzen.

Skriptviren und Würmer

Diese Viren sind extrem einfach zu programmieren und verbreiten sich - entsprechende Techniken vorausgesetzt - innerhalb weniger Stunden per Email um den ganzen Erdball.
 

Skriptviren und -würmer benutzen eine der Script-Sprachen, wie beispielsweise Javascript, VBScript etc., um sich selbst in andere, neue Scripte einzufügen oder sich selber durch den Aufruf von Betriebssystemfunktionen zu verbreiten. Häufig geschieht dies per Email oder durch den Austausch von Dateien (Dokumenten).

Als Wurm wird ein Programm bezeichnet, das sich selber vervielfältigt jedoch keinen Wirt infiziert. Würmer können also nicht Bestandteil anderer Programmabläufe werden. Würmer sind auf Systemen mit restriktiveren Sicherheitsvorkehrungen oft die einzige Möglichkeit irgendwelche Schadensprogramme einzuschleusen.

Spyware

Spyware sind sogenannte Spionageprogramme, die persönliche Daten des Benutzers ohne dessen Wissen oder gar Zustimmung an den Hersteller der Software oder an Dritte sendet. Meist dienen Spyware-Programme dazu, das Surf-Verhalten im Internet zu analysieren und gezielte Werbe-Banner oder Werbe-Popups einzublenden. AntiVir ist in der Lage, diese Art von Software mit der Kategorie "ADSPY" bzw. "Adware-Spyware" zu erkennen.

Trojanische Pferde (kurz Trojaner)

Trojaner sind in letzter Zeit recht häufig anzutreffen. So bezeichnet man Programme, die vorgeben, eine bestimmte Funktion zu haben, nach ihrem Start aber ihr wahres Gesicht zeigen und irgendeine andere Funktion ausführen, die zumeist zerstörerisch ist. Trojanische Pferde können sich nicht selber vermehren, was sie von Viren und Würmern unterscheidet. Die meisten haben einen interessanten Namen (SEX.EXE oder STARTME.EXE), der den Anwender zur Ausführung des Trojaners verleiten soll. Unmittelbar nach der Ausführung werden diese dann aktiv und formatieren z. B. die Festplatte. Eine spezielle Art eines Trojaners ist ein Dropper, der Viren 'droppt', d.h. in das Computersystem einpflanzt.

Zombie

Ein Zombie-PC ist ein Rechner, welcher mit Malwareprogrammen infiziert ist und es den Hackern erlaubt, Rechner per Fernsteuerung für ihre kriminellen Zwecke zu missbrauchen. Der betroffene PC startet auf Befehl beispielsweise Denial-of-Service- (DoS) Attacken oder versendet Spam und Phishing E-Mails.

https:// Dieses Fenster ist zu Ihrer Sicherheit verschlüsselt.